„Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind.“ – Victor Hugo

 

Mit schweren Herzen müssen wir das Ableben von René Baumann bekannt geben. Nach kurzer Krankheit ging er anfangs dieser Woche von uns.

 

Mit René verlieren wir im Team einen grossartigen Freund, Helfer, Berater, Mentor. Er war immer mitten drin, wenn unsere jungen Sportler auf den Bahnen an den Start gingen. Er war sich für keine Unterstützung zu schade und stand auch der Sportlichen Leitung mit Rat und Tat zur Seite.

 

Wir wünschen der Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.

 

 

Wir werden René immer in unserer Mitte haben!


PERFEKTE RENNWOCHE HINTER UNS

 

Zwei Rennabende in einer Woche gab es für unsere Bahnfahrer schon lange nicht mehr. Auf Grund von Gesundheit und Renneinsätzen auf der Strasse war aber nur ein kleiner Teil des Teams in Zürich und in Grenchen am Start.

 

In Zürich war es einmal mehr die Nachwuchsabteilung, die die Rennen dominieren konnte. Zoe Schiess, Noah Obrist und Pascal Tappeiner zeigten sich von der aktiven Seite und ergriffen in den Rennen immer die Initiative. Somit konnten auch diverse Siege und Top-Platzierungen eingefahren werden.

 

Mit Cyrill Steinacher war auch bei der Elite ein aggressiver Fahrer aus dem Team vor Ort. Leider reichte es nicht ganz zu einem Sieg, die Formkurve zeigte aber klar nach oben.

 

Am Donnerstagabend war dann Treffpunkt in Grenchen. Hier fanden die Meisterschaften über 4000m Einzelverfolgung auf dem Programm wie auch zwei Para-Rennen (200m fliegender Start & 1000m stehender Start).

 

Bei den 4000m war kein Team-Fahrer in der Favoritenrollen. Diese Disziplin wurde dann auch klar von Claudio Imhof gewonnen. Doch Peter Studer konnte wiederum einen Achtungsleistung aufs Holz legen und fuhr mit 4.41.596  eine neue Persönliche Bestleistung.

 

Da bei den Damen U17 leider nur zwei Rennfahrerinnen am Start waren, waren hier die Organisatoren gefordert, ein spannendes Rennprogramm zusammen zustellen. Dies gelang ihnen sehr gut.

 

Die beiden Kontrahentinnen Zoe Schiess und Viviane Trapp „bekämpften“ sich in einem speziellen Scratch (erste Runden hinter dem Motorrad), über 500m & Sprint (inkl. 200m Quali). Schiess konnte sich dabei im Scratch wie auch im Sprint jeweils durchsetzen, über 500m musste sie sich knapp geschlagen geben.

 

Die Para-Rennen waren dann ein Fall für Pädi Ifanger. Als klarer Favorit ging er bei seinen beiden Paradedisziplinen an den Start. Einziger Unsicherheitsfaktor war dabei sein im Mai operierter Rücken.

Doch beide Male liess er nichts anbrennen, klar dominierte er beide Distanzen und setzte sich zwei Mal an die Spitze der Resultatliste.

 

Nun werden für einige Fahrer die 3 jours d’Aigle die nächste Herausforderung sein. Hier ist das Ziel, dass mit Zoe Schiess, Noah Obrist, Pascal Tappeiner und Pädi Infanger vier Fahrer an den Start gehen können.

 

© cupnetphoto / Peter Mettler – offene Rennbahn, Cyrill Steinacher (Spitze)


ZWEITER RENNABEND IN ZÜRICH

 

Nach dem am 11. August 20 die ersten „Covid-Rennen“ in Zürich über das Oval gingen, wurden am 25.08.20 die zweiten Wettbewerbe ausgetragen. Das Team war aus gesundheitlichen Gründen „nur“ mit vier Rennfahrern am Start. Aber diese trugen die Farben des TrackTeam BE electric RV Zürich mit Stolz und Kampfgeist.

 

Dass die Formkurve von Cyrill Steinacher nach oben geht, wusste man. Hat er doch an den Abendrennen in Brugg top Resultate gezeigt und sich über die ganze Serie als Gesamtzweiter etabliert. Und nun konnte er dies auch auf die Bahn bringen. Über den ganzen Abend lieferte er sich immer wieder spannende Kämpfe mit den beiden starken Cyrille Thiery und Simon Viztum. Für den Sieg reichte es leider nie, aber er forderte die beiden Favoriten bis zum Letzten.

 

Bei den „Jungen“ zeigten Zoe Schiess und Noah Obrist sich von der besten Seite. Anfänglich noch mit etwas Pech lief es Zoe über den Abend immer besser und sie zeigte, dass sie auch bei schnellen Rennen mit dabei ist.

 

Eine Klasse für sich war Noah. Vier Rennen, vier Siege – besser geht nicht. Und nicht nur die Resultate waren beeindruckend, auch die Art und Weise, wie er diese bewerkstelligte war eindrücklich.

 

„Selbst die kleinen Anweisungen vom Innenraum versuchte er Umzusetzen und am Ende fuhr er ohne Diskussion bei den Elite noch das Punktefahren mit, Chapeau“, meinte am Ende der Sportliche Leiter Matthias Minder mit einem Lächeln. Obwohl es bei den Elite nicht mehr bis ins Ziel reichte, ist die Leistung von Noah hoch anzurechnen.

 

Nun heisst es sich auf den kommenden Dienstag vorzubereiten und anschliessend wird das Team in Grenchen am 03.09.20 am Start stehen. Da untere anderem bei den Titelkämpfen in der Einzelverfolgung und mit der Para-Abteilung (200m & 1000m)

 

© cupnetphoto / Peter Mettler – offene Rennbahn, Zoe Schiess (Mitte)


SAISONSTART IN SPEZIELLER FORM

 

Die Rennsaison auf der offenen Rennbahn wurde anfangs Mai aus bekannten Gründen annulliert. Nun konnten in Form von Trainingsrennen sich die Rennfahrer doch ein erstes Mal auf dem Oval miteinander Messen.

 

Spannend war im Vornherein, wie ist der Formstand der einzelnen Fahrer.

 

Von unserem Team mussten leider einige Fahrer aus gesundheitlichen Gründen den Start in Oerlikon verschieben.

 

Wer aber am Start war, zeigte, dass die Vorbereitungen richtig waren. Die vier Fahrer zeigten einen starken Abend und waren aktiv an den Renngeschehen beteiligt.

 

Der Neuzugang Patrick Tappeiner (U19) zeigte auch gleich, dass seine Form stimmt. Zusammen mit Noah Obrist bestimmte er im Punktefahren der U17/U19 & Damen das Geschehen. Die Beiden bescherten dem Team dann auch am ersten Rennabend den ersten Doppelsieg. So setzte sich Noah danke der letzten Wertung knapp vor Pascal durch.

 

Mit Zoe Schiess für ein drittes Teammitglied in dieser Kategorie mit. Auch Zoe zeigte sich immer wieder an der Spitze. Leider lief es in der Endabrechnung nicht ganz wie gewünscht. Aber auch die Jüngste im Team darf mit der Leistung mehr als zufrieden sein.

 

Seine Form, die er auf der Strasse in den letzten Rennen gezeigt hat, konnte Cyrill Steinacher nicht ganz auf die Bahn umsetzen. Leicht angeschlagen nahm er die beiden Rennen am Dienstagabend in Angriff. Cyrill und Matthias Minder mussten nach den Rennen aber leider feststellen, dass die Erholungsphase noch nicht ganz abgeschlossen ist.

 

Das spezielle an diesem Abend aber war, dass die Rennfahrer die Runden ohne Zuschauer fuhren. Die Rennfahrer waren aber dankbar, dass es die Möglichkeit für Wettkämpfe nun gab.

 

Wir wünschen dem Team für die kommenden Rennen schnelle Beine und viele Erfolge.

 

 

© cupnetphoto / Peter Mettler – offene Rennbahn, Cyrill während dem Punktefahren


AUS EINER VISION WIRD EINE TATSACHE

 

Nach etwas mehr als zwei Jahren Zusammenarbeit zwischen Patrik «Pädi» Ifanger und Matthias Minder als Coach, ist man auf die Saison 2020 einen Schritt weiter gegangen. Pädi Ifanger ist seit dem 01.01.20 Mitglied im einzigen bei Swiss Cycling gemeldet Bahnteam.

 

Als Bahnrad-Sportler mit Ambitionen eigentlich nichts spezielles - eigentlich. Wenn da nicht der Umstand wäre, dass Ifanger ein Para-Cyclist ist. Diese Kombination ist erstmalig und bis jetzt einzigartig.

 

Wenn man die sportliche Leitung von TrackTeam BE electric RV Zürich um Team-Manager Matthias Minder anhört, jedoch ein logischer Schritt.

 

Ifanger und Minder kennen sich weit 2018. Anfänglich war Matthias Minder für die Rennräder zuständig. Doch bald zeigte sich, wenn der Weg nach Tokyo eingeschlagen werden soll, braucht es auch intensive Unterstützung im Coaching.

 

‘’Anfänglich waren es einige Tipps, dann ein paar Trainingseinheiten und seit dem Sommer 2019 regelmässige Training auf der Bahn’’, so Minder.

 

Und so zeigte sich nach den Rennen in Carson, Kalifornien, im vergangenen Dezember, entweder jetzt richtig oder nicht. Für Beide war klar, dann richtig, auch wenn es schmerzt.

 

Nach eher durchzogenen Rennen in Amerika stellten Fabian Neustöcklin (sein Trainer) und Matthias Minder das Training komplett um. Pädi Ifanger musste sich ab sofort genau an die Angaben der beiden Coaches halten und nach kurzer Zeit ging es wieder bergauf.

 

Dies war auch der entscheidende Augenblick, wo die Teamleitung entschied, Pädi ins Team aufzunehmen. Nicht aus Goodwill, sondern aus klaren Überlegungen:

 

‘’Pädi ist ein Athlet wie jeder andere unserer Sportler. Klar, sein rechtes Bein ist Pink und aus Carbon, aber das ist auch der einzige Unterschied. Er bewegt sich unter den Fahrern wie einer von ihnen und es gibt weder in Trainings noch bei Rennen einen Spezialbehandlung. Also weshalb sollen wir zwischen Para und Nicht-Para einen Unterschied machen?’’ so Minder und weiter, ‘’alle sind für Inklusion, dann machen wir dies doch auch!’’

 

Pädi Ifanger wird dieses Jahr bei den Elite-Schweizermeisterschaften und weiteren Bahnrennen am Start stehen. Dies war eine Voraussetzung für die Aufnahme ins Team. Bereits im vergangenen Jahr hat er die 1000m SM in Aigle mit der Elite bestritten und war ein Bestandteil eines Teams bei der Team-Sprint Meisterschaft.

 

Ifanger ist momentan noch mit einem Bandscheiben-Vorfall schachmatt. In Anbetracht der Situation, dass die Rennbahnen geschlossen sind, nicht der schlechteste Augenblick, sich entsprechend behandeln zu lassen und den Aufbau anschiessend fortzuführen.

 

Dass die Paralympics von Tokyo auf 2021 verschoben wurden, ein perfektes Geschenk.

 

 

Wir wünschen Ifanger und dem ganzen Team eine erfolgreiche, etwas kürzere, Saison 2020.


DIE NÄCHSTEN GEWINNEN MEDAILLEN

 

Nachdem Mitte Januar Zoe Schiess im Omnium für den ersten Glanzpunkt der Saison sorgte, waren Mitte Februar die Damen, Herren und die U17-Herren an der Reihe, die Nationalen Meister auszumachen.

 

Und sie liessen sich nicht zweimal Bitten. Mit einer überzeugenden Art gewann Andrea Waldis kurz vor der WM den Titel der besten Allrounderin der Schweizer Bahn-Cracks.

 

Etwas mehr Mühe bekundete Noah Obrist. Nach einem perfekten Start im Scratch zog er wohl das schwärzeste Rennen seiner Karriere ein, das Tempo-Race war gar nicht nach seinem Gusto. So musste er in den verbleibenden zwei Disziplinen die Rangliste von hinten aufrollen. Vor der letzten Disziplin, dem Punktefahren lag er wieder in Schlagdistanz zu einer Medaille. Und im letzten Sprint macht Noah dann alles klar und katapultierte sich zur Bronze.

 

Bei den Elite-Herren lief es für Cyrill Steinacher nicht ganz so optimal. Mitten im Feld der Nationalmannschafts-Fahrer, die sich noch um die WM-Plätze stritten, hatte er keine Chance auf einen Rang unter den ersten Drei. Aber Cyrill zeigte ein weiteres Mal, dass er ein Kämpfer ist.

 

 

die Medaillengewinner mit Matthias Minder


JAHRESSTART KÖNNTE NICHT BESSER SEIN

 

Mitte Januar wurden im Rahmen des ersten Rennens in Grenchen die Meisterschaften im Omnium der U15-Damen ausgetragen.

 

Zum erweiterten Favoritenkreis durfte sich dabei auch Zoe Schiess zählen. Doch es war klar, ein Selbstläufer würde eine Medaille nicht.

 

Gut vorbereitet von ihrem neuen Trainer Tristan Marguet (ebenfalls erfolgreiche Bahnfahrer) startet Zoe in den Abend. Bis zuletzt lag sie immer im Bereich der Medaillen, aber der Rennverlauf der ersten drei Disziplinen (Scratch, Ausscheidung, Tempo) zeigte, dass die Medaillen vor dem abschliessenden Punktefahren alles andere wie bereits vergeben waren.

 

Mit einem cleveren abschliessenden Punktefahren konnte sich Zoe den dritten Rang erkämpfen. Dies ganz zur Freude der beiden Betreuer Tristan Marguet (rechts) und Matthias Minder (links).

 

Minder lies im Anschluss des Rennens dann auch lachend verlauten: "heute Abend hätte ich sicherlich wiederum einige graue Haare mehr, Zoe ist clever gefahren und hat die Medaille verdient. Das nächste Mal sollte sie mich so meine Nerven strapazieren"

 

Zoe Schiess zwischen Matthias Minder und Tristan "the Rocketman" Marguet